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    Ausstellung „BEGEGNUNGEN“
    mit Skulpturen von MATTHIAS BRAUN

    Matthias Braun ist ein bodenständiger, naturorientierter, nachdenklicher Mensch, ein guter Beobachter und voller Wertschätzung gegenüber der Natur.
    Seine Kunst ist Handwerk, Kreativität und Achtung vor dem Menschen. Denn der Mensch steht im Mittelpunkt seiner Arbeiten. Der Mensch und die Evolution.
    Die Natur inspiriert ihn. Sie stellt ihm auch oft die Materialien zur Verfügung, aus denen er dann seine Kunstwerke schafft. So entdeckt er beim Wandern einen umgefallenen alten Baum, vom Blitz getroffen, hohl und tot, schleppt ihn nach Hause und fängt an ihn zu bearbeiten. Daraus entwickelt sich seine Affinität zu dem Material Holz und seine Lust es zu modellieren.
    Einmal musste ein Kirschbaum in seinem Garten weichen und die freigelegten Wurzeln reizten ihn zu einem ganz außergewöhnlichen Kunstwerk. Aus dem Stammholz schuf er die ausdrucksstarke „Wächterin“. Oder aber er bekam von einem Drechsler eine nur einseitig beschliffene Holzbohle aus Birnbaum, aus der er sein Kunstwerk „Kopf“ schuf.
    Beide Werke könnt ihr in unserem Kunstgarten bewundern. Es sind frühe Werke aus dem Jahr 1998. Pflaumheimer Zeit.
    Aus Nussbaum gefertigt ist die Skulptur „Kopf mit Haube. Da dieses Werk seit Jahren ungeschützt im Garten des Künstlers steht und die Umwelteinflüsse dem Holz schon ein bisschen zu schaffen machen und eben nichts für die Ewigkeit ist, hat Matthias Braun diesen wunderbaren Kopf in Bronze gießen lassen. Um ihn vielleicht doch für die Ewigkeit zu erhalten??? So wurde aus der schönen Bleihaube eine schöne Bronzehaube. Beide, Holz- und Bronzekopf stehen jetzt hier, wunderbar im Dialog und lassen sich ruhig und entspannt aufeinander wirken. Die Gesichter dieser Holzarbeiten tragen die Züge nordamerikanischer Indianer, sie strahlen Stolz und Würde aus und transportieren damit eine geheimnisvolle Erhabenheit.

    Eine neue Herausforderung war das Formen mit Wachs um die Figuren anschließend in Bronze gießen zu können. Man nennt es das Wachsausschmelz-Verfahren. Ein „Seiltänzer“ war sein erstes kleines Werk. Matthias erklärt mir:
    So eine Figur geht stundenlang durch meine Hände und Gestalt und Ausdruck verändern sich permanent. Matthias Braun stellt sich nicht an seinen Werktisch mit der Vorstellung, zum Beispiel einen Schlafwandler zu machen. Nein, er stellt sich an seinen Werktisch und bildet erst einmal aus Draht eine grobe Figur. Zum Beispiel zwei gerade Beine auf großen Füßen ausgerichtet, damit die Figur später auch stehen kann, setzt einen Oberkörper drauf, usw. usw. Das ist der Ausgangspunkt. Ob die Figur dann sitzt, kniet, springt, deutet oder sich die Haare rauft, das entwickelt sich in der Ausarbeitung. Der Künstler lässt sich treiben, formt und formt und so wächst die Figur quasi aus seinen Händen.
    Sie entsteht einfach.

    Die Ausstellung läuft noch bis Ende August 2018 und ist zu unseren  Öffnungszeiten zu bestaunen.
    Ich freue mich über Euren Besuch und grüße herzlich
    Elli

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